MODULUS
X – Industriekataloge vollautomatisch produzieren
Wer kennt das nicht ? Bei
dicken Hauptkatalogen kann man eigentlich nach der Fertigstellung des
einen Katalogs schon wieder mit der Pflege neuer oder veränderter Inhalte
beginnen. Es kommen neue Produkte hinzu bzw. an dem Lieferumfang oder
der Ausstattung der bestehenden Produkte ändert sich etwas.
Früher wurde ein Katalog komplett
manuell hergestellt. Manuell bedeutet, dass der Industriekunde seine
Änderungswünsche an das Satzstudio übergibt und dort die Layoutseiten
in QuarkXPress
oder InDesign geändert werden. Das diese Produktionsweise überholt
ist, da sie zu aufwandsintensiv ist, ist schon seit einigen Jahren
bekannt. Stattdessen wird dazu übergegangen, die Inhalte des Katalogs
in einer Produktdatenbank oder in einem Redaktionssystem abzulegen.
Das hat den Vorteil, dass der Industriekunde selber eine Übersicht
über die Inhalte der Datenbank hat und diese jederzeit einsehen und
abändern kann.
Diesen Datenbank-Stamm kann
man prinzipiell aus jeder Datenbank in geeigneter Art und Weise auslesen
und für Anwendungen wie eine dynamische Internet-Präsenz verwenden.
Hier stehen dann alle komfortablen Funktionen zur Verfügung, wie man
es bei E-Bay und Co. kennt – Suche nach Produktnamen oder Bestellnummern,
Recherche nach einer Bedienungsanleitung einer Maschine.
Geht es dann an die Produktion
des gedruckten Katalogs, so kann man den Inhalt des stammführenden
Systems zu einem Zeitpunkt X auslesen und für den automatischen Aufbau
des gedruckten Katalogs verwenden.
Bei Umsetzung der Daten in
hochwertig gesetzte Seiten trennt sich die Spreu vom Weizen. Es gibt
vielerlei Lösungen am Markt, jedoch keine, die alle möglichen Fälle
abdeckt und trotzdem am Ende noch offene DAteien wie QuarkXPress oder
Indesign zur Verfügung stellt. Denn meistens möchte man sich die Option
offen halten, am Ende noch Änderungen vornehmen zu können.
Mit MODULUS X wurden einige
Katalogausgaben programmiert, die seit vielen Jahren regelmässig laufen
und die Seiten in QuarkXPress aufbauen. Dennoch ist es kein Universal-Werkzeug,
welches alle Möglichkeiten an Satzlogiken abdeckt, sondern die Ausgaben
wurden kundenspezifisch programmiert und ergänzt. Hier sind einige
Beispiele ausgezeigt, die verschiedene Aufgabenstellungen aufzeigen
sollen.
Der Temot-Katalog besteht
zu über 90 Prozent aus automatischen Seiten, also über 600 Seiten automatisch
generierter Kapitel. Es handelt sich um einen Ersatzteil-Katalog, in
welchem zu den einzelnen Fahrzeugherstellern die jeweils für diese
spezifischen Ersatzteile aufgelistet werden, nochmals untersortiert
nach Produkten und Fahrzeugbaureihen (Abb. rechts). Dabei wird der
Inhalt tabellarisch von oben nach unten aufgebaut.
Abbildungen (Abb. links) werden
in einem großen Kapitel zusammengefasst, sortiert nach der Bestell-Nummer.
Zu jedem Bild ist zudem noch der Hersteller aufgelistet, in welchem
das Produkt eingesetzt werden kann. Wenn es mehrere Hersteller gibt,
wird das Bild größer dargestellt, so daß die Aufzählung der Fahrzeughersteller
Platz findet. Die Bilder werden von oben nach unten sowie von links
nach rechts im 4-spaltigen Layoutaufgebaut.
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| Temot-Katalog Bilderteil |
Temot-Katalog Ersatzteile |
Der Kärcher-Katalog gliedert
sich in Produktgruppen, welche jeweils ein Hauptkapitel darstellen.
Ein jedes Hauptkapitel beginnt mit einer Produktübersichtsseite, auf
der alle Produkte sortiert nach Produktgruppen und nach Leistungsfähigkeit
aufgelistet sind. Einige produktgruppenspezifische Merkmale werden
auf dieser Seite als Tabelle mit angezeigt (Abb. links).
Auf den Inhaltsseiten werden
mit unterschiedlichen Layoutvariationen (welche vom Kunde vorgegeben
werden) bis zu 6 Produkte pro Seite angezeigt. Die technischen Daten
werden tabellarisch im unteren Seitenbereich aufgezeigt (Abb. rechts).
Dabei wachsen diese von unten nach oben, je nachdem wie viele Zeilen
die Tabelle beim Satz hat. Im oberen Bereich bleibt eine Fläche leer,
weil dort im zweiten Produktionschritt eine manuelle Vervollständigung
der Seiten stattfindet. Die Satzregeln hierfür sind zu unterschiedlich
und zu "bauchlastig", als dass sich auch hier eine Automatisierung
lohnen würde.
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| Kärcher-Katalog
Produktübersicht |
Kärcher-Katalog
Produktinformation |
Je nach Layout bzw. Anzahl der unterschiedlichen Varianten kann eine
automatische Produktion Sinn oder Unsinn sein. Wenn eine stark einheitliche
Struktur des Katalogs vorliegt, lohnt sich Automatisierung des Satzprozesses
zunehmend. Aber auch bei einer überschaubaren Anzahl Layoutvarianten
kann sich die Programmierung von Automatismen durchaus lohnen.
Mit MODULUS X laufen diese Seiten zuverlässig und mit einem extrem hohen
Automatisierungsgrad vollautomatisch ab. Dadurch kann der Zeitaufwand
für den Satzlauf deutlich gegenüber der herkömmlichen, manuellen Produktion
verringert werden. Dadurch werden auch mehrere Satzläufe überhaupt möglich.
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